Georg D´Haese

am 4. August 1922 in Lede (Flandern) geboren.
Zu dem früh gehegtem Wunsch, Maler zu werden, trug der Umstand bei, daß der Vater Kunstsammler war und im elterlichen Haus dadurch vielerlei Kontakte zu namhaften Künstlern bestanden.
Während der Gymnasialzeit besuchte er in seiner abendlichen Freizeit Zeichenkurse. An freien Tagen war er in Galerien und Ausstellungen zu finden. Starke Eindrücke wurden durch den Maler Luc. De Decker vermittelt, dessen Unterweisungen und Bestätigungen den Berufswunsch Maler zu werden verstärkten.

Das Aquarell fand in seiner künstlerischen Tätigkeit einen bedeutenden Anteil. In ihm wollte er das von der ewig inspirierenden und befreienden Natur geduldig Erlauschte wiedergeben, ohne das Gesehene zu mißbrauchen oder zu verfremden.
Ein Auszug aus dem Einführungsvortrag von J. De Smedt bei einer der letzten großen Ausstellung 1985 in Belgien belegt, daß es sich bei Georg D´Haese um einen außergewöhnlichen Künstler handelt.
Er wählt die Landschaft und das Blumenbild, nicht um den Kern der Realität zu treffen, aber um die Symphonie zu hören, den Zauber zu beschreiben, der zwischen den Bäumen und Blättern lebt. Auch seine kleinen Landschaften in Öl geben Zeugnis einer außergewöhnlichen Sensibilität, einer zeichnerischen und schöpferischen Begabung.